Podcast

Swing is a feeling ... Everything else is just style,...

...heißt es so schön und wenn man das Abum "Small" von Marina & The Kats hört, bekommt man diese Aussage bestätigt. Ich begab mich ins Studio von Thomas Mauerhofer (git), der gemeinsam mit Marina Zettl (voc) und mit Jörg Haberl (dr, b) seit einigen Jahren auch außerhalb Österreichs erfolgreich reüssieren konnte. Zuletzt veröffentlichte das Trio die Marina-Zettl-Alben "Thin Ice" und Watch Me Burn, für das aktuelle Album "Small" treten sie hingegen erstmals unter dem Bandnamen Marina and the Kats auf, was sehr gut passt, da die 13 eigenkomponierten Songs der Swing-Ära Tribut zollen. Heraus kommt ein kurzweiliges wie vergnügliches Album, das jede Menge Gesprächsstoff ergibt, das uns von einem Swing-Abend in Graz bis hin zur Vinyl-Produktion führt. //

  marina-kats_small
Marina & The Kats: Small
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: o-tone music (2015)

Interview, Text und Fotos: Manfred Horak





"Here Comes Everything" lautet der Titel des Debüt-Albums von Clara Blume äußerst selbstbewusst und vielversprechend und die darauf enthaltenen zehn Lieder werden den damit verbundenen Erwartungen locker gerecht. Ein Gespräch übers Lieder schreiben, über die Qualität von Liedtexten bis hin zum Austüfteln der Liedreihenfolge beim Album und den einzelnen Songs.

Ein Interview mit einer Musikerin, die uns besonders am Herzen liegt: Clara Blume. Wir könnten jetzt mutmaßen was wäre, wenn die Singer-Songwriterin am Piano nicht Blume sondern Flower hieße und aus Vienna im nordamerikanischen Virginia käme und nicht aus dem mitteleuropäischen Wien. Mit diesen veränderten Vorzeichen bräuchte es vermutlich weitaus weniger Kraftaufwand, um im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Airplay zu erhalten. Flower heißt aber Blume und wohnt in Wien, der Ösi-Anteil im Ösi-Radio dümpelt weit unter der Schmerzgrenze in einem vergessenen Kellerloch dahin und im Übrigen ist "Here Comes Everything" von Clara Blume ein verdammt gutes Album. Clara Blume wird ihren Weg machen, so oder so, und der Weg wird ein guter sein. Clara Blume ist aber freilich kein Newcomer, vielmehr ist sie seit einigen Jahren selbst Förderin als Gastgeberin beim Singer Songwriter Circus; wie es dazu kam und was da passiert erzählt Clara Blume im Interview und natürlich noch über so vieles mehr. //

clara-blume_herecomeseverythingClara Blume: Here Comes Everything
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@@
Label/Vertrieb: earcandy (2015)

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Pia Clodi





 

Nach sieben Jahren intensiver Konzerttätigkeit im In- und Ausland veröffentlicht der Saxophonist, Klarinettist und Gründer des Labels Session Work Records, Christoph Pepe Auer, im Frühjahr 2015 mit "Songs I Like" erstmals wieder eine CD unter eigenem Namen. Ein ausführliches Gespräch über NY-Erfahrungen, Labelbetrieb und seine Suche nach neuen musikalischen Klangbildern.

Jazz-Alben ohne Soli sind relativ selten, so wie auch Alben von Christoph Pepe Auer, dem dreifachen Gewinner des mittlerweile leider nicht mehr existenten Hans Koller Jazz Preis. Mit "Songs I Like", so der Album-Titel, legt Auer detaillierte Sounds in einer mutigen Mischung aus Jazz, Weltmusik und Elektronik vor, mit eigens erarbeiteten Samples und einer facettenreich klingenden Bassklarinette. Ein Album, das nicht nur dazu einlädt sorgfältig und eingehend gehört zu werden, sondern auch darüber zu sprechen. So trafen wir uns also zu einem Interview in einem Wiener Kaffeehaus zu einem ausführlichen Gedankenaustausch, ausgehend von Christoph Pepe Auers Erfahrungen in New York bis hin zu den Überlegungen, warum es für ihn notwendig war, ein eigenes Label auf die Beine zu stellen, das sich aktuell zu einem der wichtigsten Jazz-Labels Österreichs etablieren konnte. //

cpauer_songsilikeChristoph Pepe Auer: Songs I Like
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@@
Label/Vertrieb: Session Work Records (2015)

Interview, Text und Fotos: Manfred Horak
Getroffen haben wir uns in einem Café nächst Volkstheater Wien, ihrer Hauptwirkungsstätte, um über Edith Piaf, Zaz, Theaterrollen und über Grenzen, die nicht dort sind, wo man den Pass herzeigt, zu sprechen. Maria Bill legt nach vier deutschsprachigen Alben und zwei Chanson Alben ein weiteres bemerkenswertes Album nach, "Bill singt Piaf".

bill-singt-piafMaria Bill legt nach ihrem Debüt-Album aus dem Jahr 1983 und nach den Alben "Jetzt" (1985), "Bill Drei" (1987), "Maria Bill singt Edith Piaf" (1997), "Maria Bill singt Jaques Brel" (2001), sowie "Jung & Schön" (2005) ein weiteres bemerkenswertes Album nach, ihre zweite Hommage an Piaf mit dem programmatischen Titel "Bill singt Piaf", aufgenommen mit ihren kongenialen musikalischen Partnern Krzysztof Dobrek (accordion), Michael Hornek (piano) und Gerald Preinfalk (alto saxophone, clarinet). Genug Gesprächsstoff also, umso mehr, da Maria Bill eine eloquente Gesprächspartnerin ist, nicht nur, wenn es um ihre eigenen Lieder oder um jene von Edith Piaf geht, mit denen sie in Österreich einige Standards setzte. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Maria Bill Archiv