Podcast

Silver Secrets: Interview mit Ingrid Lukas

Entdeckt wurde die in der Schweiz lebende estnische Musikerin vom norwegischen Jazzmusiker Bugge Wesseltoft, der an der Entstehung ihres zweiten Albums "Silver Secrets" sogar beteiligt war. Produziert von Valgeir Sigurdsson (Björk, Coco Rosie) gelang Ingrid Lukas ein fein versponnenes Gesamtkunstwerk. Im Interview sprachen wir u.a. über das Album und über die 'singende' Revolution in Estland. //

Ingrid Lukas: Silver Secrets
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Emarcy Records/Universal (2011)

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Anja Fonseka





 

Interview mit Fernando Botero

Wenn die Zeitungen Müll sind und die Menschen vergessen, was gestern passiert ist, dann ist die Kunst das Einzige, was bleibt.
Ein Gespräch mit dem kolumbianischen Maler Fernando Botero über seinen Werdegang und über die Wurzeln in der Kunst.

Botero kam im Sommer 1952 zum ersten Mal nach Europa und sieht in Spanien, Italien und Frankreich die Werke der Alten Meister, die für ihn fortan zu einer Quelle der künstlerischen Orientierung und Inspiration werden.
Weltweite Bekanntheit erlangte Botero für die dickleibigen Gestalten mit den unproportionierten Köpfen in seinem Werk und übte damit an den politischen Verhältnissen und dem Klerikalismus in Südamerika Kritik. Die Botero Werkschau im Bank Austria Kunstforum zeigt aber nicht nur seine skurril-witzigen Bildfiguren, sondern auch der apokalyptisch düsterer Zyklus zu Abu Ghraib, Boteros Aufschrei mit dem Pinsel, ein Gegenschlag zu den via Medien verbreiteten Horrorfotos. Der Abu-Ghraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen im Gefängnis vom Wachpersonal gefoltert. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Veröffentlichung von Beweisfotos und Videos. Botero hat sich dabei als erster Künstler von Weltrang kritisch an den Folterskandal von Abu Ghraib gewagt. Was medial ging, nämlich Fotos und Videos zu zeigen, war im Kunstbereich nicht möglich: Museen in den USA weigern sich, die Werke zu zeigen. Als Schenkung hingegen befindet sich der Zyklus heute fast vollständig in der Sammlung der Universität Berkeley in Kalifornien. 
Die Botero Werkschau ist bis 15. Jänner 2012 zu sehen. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos/Abbildungen: Fernando Botero

 

Theater ist ein Steinzeitmedium und das mag ich auch sehr dran

Regisseurin und Schauspielerin Katrin Schurich zeigt mit "Villa Dolorosa: Drei missratene Geburtstage" in einer Eigenproduktion von Kosmos Theater Wien, eine Komödie von Rebekka Kricheldorf frei nach Tschechows "Drei Schwestern". Mit zeitdiagnostischem Humor wird im Stück die Erbengeneration einer bürgerlichen Familie seziert, die schon mit der Besitzstandswahrung überfordert ist. Aus den Tschechow-Motiven Einsamkeit, Lebensüberdruss und Selbstbehinderung formt Katrin Schurich eine böse Komödie über eine Generation, die alles besser weiß, der alle Wege offenstehen und die zwischen ihren Möglichkeiten verzweifelt. Im Interview spricht Katrin Schurich über das Stück, aber auch von ihrer Arbeitsweise und was sie als Regisseurin bewegt. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: Bettina Frenzel, Katrin Schurich Archiv

Walter Koschatzky Kunstpreis 2011: Interview mit Ernst C. Strobl

Der Spiritus Rector des "Walter Koschatzky Kunst-Preis", Organisationsverantwortlicher und Jurymitglied in seiner Funktion als Projektkoordinator des Rotary Club Wien-Albertina, Ernst C. Strobl, erzählt über die Hintergründe des 2011 zum vierten Mal verliehenen Kunstpreis. Die hochkarätige Jury unter dem Jury-Vorsitzenden Edelbert Köb musste sich unter insgesamt 750 Künstlerinnen und Künstlern aus 50 Nationen entscheiden. Das Rennen machte schließlich die in Niederösterreich lebende Rumänin Loretta Stats mit ihrem Werk "I.s.l.h.t.g.u.t.i. 1" und erhält dafür 6000 Euro. Über die Plätze zwei und drei dürfen sich der in Wien lebende Bulgare Kamen Stoyanov für sein dreiteiliges Werk "Subway Yard Bratislava" und der im niederösterreichischen Amstetten geborene Jochen Höller für sein Werk "Gerhard Roth - Aus Sicht des Gehirns" freuen. Diese und alle anderen Werke, die für den Walter Koschatzky Kunst Preis 2011 nominiert wurden, können übrigens in der Online Galerie der Koschatzky-Kunst-Preis-Seite angesehen werden. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: Dieter Nagel, Loretta Stats

 

Minisawattack: Interview mit Julia Siedl

Good Vibes und jede Menge frische Jazz-Sounds dominieren das Album Minisawattack von Pianistin und Komponistin Julia Siedl. Mit Herwig Gradischnig, Uli Langthaler und Klemens Marktl stehen der Pianistin drei Spitzen-Jazzer zur Seite, die, im Verbund mit Siedl, ein homogenes Spiel aufziehen, dass es nur so eine Freude ist. Und zu erzählen hat Julia Siedl auch einiges. //

Julia Siedl Quartet: Minisawattack
Musik: @@@@@
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: Barnette Records (2011)

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Julia Siedl Promo





 

Just Fly: Interview mit Nenad Vasilic

Mit "Just Fly" legt der in Wien lebende Kontrabassist Nenad Vasilic nach Honey and Blood ein weiteres inspiriertes Jazz-Album vor. Im Interview sprachen wir nicht nur über seine (bzw. generell über) Musik, sondern auch über soziale und gesellschaftspolitische Umstände.

Im Verbund mit Romed Hopfgartner (Sopran/Alt-Saxofon), Marko Zivadinovic (Akkordeon), Wolfi Rainer (Drums), sowie mit den Gastmusikern Dusan Novakov (Drums) und Neno Iliev (Gesang), fährt das Album Just Fly alle Stückerln. Das Bassspiel von Nenad Vasilic ist von außerordentlicher Güte - originär und originell gleichermaßen, und vor allem das Zusammenspiel mit seinem kongenialen Partner Romed Hopfgartner ist eine wahre Bereicherung in der großen weiten Jazz-Welt. //

Nenad Vasilic: Just Fly
Musik: @@@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Extraplatte (2010)

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Nenad Vasilic Promo





 

City of Dreams: Interview mit Julia Malischnig

Ein superbes Gitarrenalbum, das an Intensität und Leidenschaft nichts zu wünschen übrig lässt, veröffentlicht die in Kärnten lebende Musikerin Julia Malischnig mit "City of Dreams". Ein Doppelpack, prall gefüllt mit Geschichten voller Farben und Kontraste, im Spannungsfeld Klassik, World und Soul. Im Interview sprachen wir über die Kunst Gitarre zu spielen, über Unverwechselbarkeit und wie sich Julia Malischnig als Künstlerin sieht.

Auf der Doppel-CD "City of Dreams" vereint Julia Malischnig gekonnt und mit großer Virtuosität Interpretationen und Bearbeitungen von u. a. Johann Sebastian Bach und Stevie Wonder mit Eigenkompositionen. Herausragend dabei ihre Komposition "City of Dreams", da sämtliche musikalische Grenzen hinter sich lässt und Julia Malischnig sich zudem als Sängerin mit Soul-Esprit präsentiert. Sensibilität und Selbstbewusstsein geben sich in der Musik von Julia Malischnig die Hand, hinzu kommt die souveräne Technik der - längst schon international arrivierten - Konzertgitarristin. Apropos Hand: Neben ihrer unverwechselbaren Handschrift als Gitarristin überzeugt das Album auch mit einem audiophilen Klang. Dem nicht genug ist Julia Malischnig auch Intendantin des Festivals La Guitarra Esencial - The Art of Guitar am Millstätter See in Kärnten. //

Julia Malischnig: City of Dreams
Musik: @@@@
Klang: @@@@@@
Label/Vertrieb: Edicion La Guitarra Esencial / Lotus Rec. (2010) 

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Julia Malischnig





 

Ich mag nicht über Liebe singen: Interview mit Irmie Vesselsky

Es gibt nicht allzu viele Alben aus den Nuller-Jahren, die man sich unbedingt merken muss,...