Podcast

Der Komponist Alexandros Karozas im Gespräch über den Wien-Bezug im "Kavafis Project", sowie über den Brückenschlag zwischen Kulturen, über Abschied, Verreisen und Dableiben bis hin was Kunst und Kultur gegen die Krisen dieser Welt bewerkstelligen kann.

Das musikalische Großprojekt The Kavafis Project stellt sich der Sehnsucht rund um die Themen Philosophie, Geschichte und Erotik und würdigt damit den Dichter Konstantinos Kavafis als Wegbereiter der griechischen Lyrik. Zwölf olympische Götter - zwölf eindrucksvolle Kompositionen erwartet das Publikum. Alexandros Karozas setzt mit seinem Kavafis-Projekt Maßstäbe, so viel kann man bereits im Vorfeld darüber sagen. Bei der Weltpremiere in Wien mit dabei sind George Dalaras, der wichtigste musikalische Botschafter der griechischen Gegenwart, der Iffland-Ring-Träger und einer der bedeutendsten deutschsprachigen Charakterdarsteller, Bruno Ganz als Rezitator, sowie das Wiener Kammerorchester und die Wiener Singakademie. //

The Kavafis Project
Die Weltpremiere fand am 26. November 2011 im Konzerthaus Wien statt
Vertont wurden 12 Gedichte von Konstantinos Kavafis
Komponist: Alexandros Karozas
Mitwirkende: George Dalares (Gesang), Bruno Ganz (Rezitation), Yiorgos Kountouris (Dirigent), Wiener Kammerorchester, Wiener Singakademie

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: © Greece on Tour








 

Das Kinderfilmfestival bietet in Kooperation mit Dschungel Wien dem jungen Publikum und Schulklassen einen Workshop zum Kinofilm "Anne liebt Philipp" an, um so ihr Filmerlebnis in spielerisch-kreativer Form aufzuarbeiten. Ein Gespräch mit Simone Weis über eben dieses Workshop-Angebot und auch quasi über den Status quo der Theater- und Filmszene für junges Publikum.

Mit Improvisation, Rollenspielen und Gesprächen unter der Leitung der Regisseurin und Theaterpädagogin Simone Weis geht es darum, gemeinsam die Schlüsselstellen des gesehenen Films "Anne liebt Philipp" (Altersempfehlung: 9+) zu entdecken und die unterschiedlichen künstlerischen Mittel von Film und Theater bewusst zu erleben. //

Interview, Text und Fotos: Manfred Horak

 

Ein Gespräch über das große musikalische Vermächtnis von Georg Danzer, über die Freundschaft zwischen 'Blacky' und dem Liedpoeten, über die jüngere Musikergeneration rund um Ernst Molden und Matthias Kempf, sowie über die von 'Blacky' konzipierte und gestaltete Radiosendung "Heimat bist du großer Töne - Ein Streifzug durch die heimische Musikszene", die jeden 1. Dienstag im Monat um 19 Uhr auf Radio Wien zu hören ist.

Der langjährige Wegbegleiter, Freund und Manager von Georg Danzer, Franz Christian Schwarz alias 'Blacky', ist der Hüter des musikalischen Danzer Universums. Neben 27 remastered Studio-Alben kompilierte 'Blacky' auch die 3-CD-Box "Wann i so z'ruckschau" mit einem Querschnitt von 62 Liedern. Mehr über die Georg Danzer Remastered Edition kann in TEIL 1, TEIL 2 und TEIL 3 nachgelesen werden. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Phoebus Music Group

Georg Danzer: Wann i so z'ruckschau - Die ultimative Liedersammlung
Musik: @@@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Universal Music Austria (2011)








Entdeckt wurde die in der Schweiz lebende estnische Musikerin vom norwegischen Jazzmusiker Bugge Wesseltoft, der an der Entstehung ihres zweiten Albums "Silver Secrets" sogar beteiligt war. Produziert von Valgeir Sigurdsson (Björk, Coco Rosie) gelang Ingrid Lukas ein fein versponnenes Gesamtkunstwerk. Im Interview sprachen wir u.a. über das Album und über die 'singende' Revolution in Estland. //

Ingrid Lukas: Silver Secrets
Musik: @@@@@
Klang: @@@@@
Label/Vertrieb: Emarcy Records/Universal (2011)

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Anja Fonseka





 

Wenn die Zeitungen Müll sind und die Menschen vergessen, was gestern passiert ist, dann ist die Kunst das Einzige, was bleibt.
Ein Gespräch mit dem kolumbianischen Maler Fernando Botero über seinen Werdegang und über die Wurzeln in der Kunst.

Botero kam im Sommer 1952 zum ersten Mal nach Europa und sieht in Spanien, Italien und Frankreich die Werke der Alten Meister, die für ihn fortan zu einer Quelle der künstlerischen Orientierung und Inspiration werden.
Weltweite Bekanntheit erlangte Botero für die dickleibigen Gestalten mit den unproportionierten Köpfen in seinem Werk und übte damit an den politischen Verhältnissen und dem Klerikalismus in Südamerika Kritik. Die Botero Werkschau im Bank Austria Kunstforum zeigt aber nicht nur seine skurril-witzigen Bildfiguren, sondern auch der apokalyptisch düsterer Zyklus zu Abu Ghraib, Boteros Aufschrei mit dem Pinsel, ein Gegenschlag zu den via Medien verbreiteten Horrorfotos. Der Abu-Ghraib-Folterskandal war eine Folteraffäre während der Besetzung des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die weltweit Aufsehen erregte. Dabei wurden irakische Insassen im Gefängnis vom Wachpersonal gefoltert. Aufgedeckt wurde der Skandal durch die Veröffentlichung von Beweisfotos und Videos. Botero hat sich dabei als erster Künstler von Weltrang kritisch an den Folterskandal von Abu Ghraib gewagt. Was medial ging, nämlich Fotos und Videos zu zeigen, war im Kunstbereich nicht möglich: Museen in den USA weigern sich, die Werke zu zeigen. Als Schenkung hingegen befindet sich der Zyklus heute fast vollständig in der Sammlung der Universität Berkeley in Kalifornien. 
Die Botero Werkschau ist bis 15. Jänner 2012 zu sehen. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos/Abbildungen: Fernando Botero

 

Regisseurin und Schauspielerin Katrin Schurich zeigt mit "Villa Dolorosa: Drei missratene Geburtstage" in einer Eigenproduktion von Kosmos Theater Wien, eine Komödie von Rebekka Kricheldorf frei nach Tschechows "Drei Schwestern". Mit zeitdiagnostischem Humor wird im Stück die Erbengeneration einer bürgerlichen Familie seziert, die schon mit der Besitzstandswahrung überfordert ist. Aus den Tschechow-Motiven Einsamkeit, Lebensüberdruss und Selbstbehinderung formt Katrin Schurich eine böse Komödie über eine Generation, die alles besser weiß, der alle Wege offenstehen und die zwischen ihren Möglichkeiten verzweifelt. Im Interview spricht Katrin Schurich über das Stück, aber auch von ihrer Arbeitsweise und was sie als Regisseurin bewegt. //

Interview und Text: Manfred Horak
Fotos: Bettina Frenzel, Katrin Schurich Archiv