Bühne

don-camillo-pepponeMit "Don Camillo und Peppone" eröffnete das Wald4tler Hoftheater die Saison 2009 und führt das Stück erneut ab 20. August auf. Die Regie führt Ioan Toma, er gilt als einer der interessantesten Regisseure des deutschen Sprachraums.

nachts-wallensteinDiese Woche darf ich die Heimat urlaubende Kollegin Katja Kramp vertreten und die siebente Episode der neun Wunderkammeropern nach der Geschichtensammlung "Nachts unter der steinernen Brücke" von Leo Perutz anschauen: "Der Stern des Wallenstein" mit einer Auftragskomposition von Akos Banlaky. Die Handlung ist schwer Klamauk verdächtig. Doch dem spielfreudigen Einsatz der Sänger unter der Regie von Kristine Tornquist ist es zu verdanken, dass sich eine unbeschwerte Fröhlichkeit ohne Peinlichkeit entfaltet.

schwarzes-tierEin konstruiertes Theaterstück von Anja Hilling, entstanden unter Laborbedingungen. In "Schwarzes Tier Traurigkeit" werden Menschen in der Natur ausgesetzt, die Katastrophe hinzugesetzt, die Folgen beobachtet. Ein sprachliches Experiment vor den Augen des Zuschauers: Sechs Leute gehen in den Wald und grillen ein Baby.

nachts-brabanzio-01Jedes Wochenende wird die Expedithalle der ehemaligen Ankerbrotfabrik zu einer der aufregendsten und experimentellsten Opernbühnen in Wien. Dieses Wochenende wurde die Kurzgeschichte "Der Maler Brabanzio" aus Leo Perutz' "Nachts unter der steinernen Brücke" gekonnt in Szene gesetzt.

othello_festwochen"Gehen wir Oscar-Preisträger schauen" wäre der richtige Titel für die letzte große Festwochenproduktion. Zugegeben, das war auch meine Motivation. Der Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffmann dominiert als erklärter Schurke Jago fast das ganze Stück. Er tut es mehr mit stimmlicher Kraft, denn mit subtiler Stärke, körperlich reduziert auf das Allernotwendigste. Für Begeisterung reicht es nicht, Enttäuschung ist es aber auch keine. Die zentrale Frage dieser lähmenden Aufführung, warum Othello auf Jagos Täuschung aus reiner Rhetorik hereinfällt, bleibt ungelöst.

allesmussraus_logoUm die Stadtbewohner nach den Festwochen und kurz vor Saisonende noch einmal aus den Schanigärten in die dunklen Theater zu locken, haben sich Brut, Dschungel Wien und Schauspielhaus etwas Besonderes einfallen lassen. Unter dem Titel "Alles muss raus!" bieten sie einen Rückblick über die vergangene Saison zum Schnäppchenpreis. 4,99 € pro Stück für jedermann.

nachts-sarabandeDreimal durfte ich jetzt schon das Festival "Nachts" des Sirene Operntheaters erleben. Drei Aufführungen, drei verschiedene Komponisten, drei verschiedene Interpretationen der Kurzgeschichten aus "Nachts unter der steinernen Brücke" von Leo Perutz und dreimal begeistert, überrascht und froh dabei gewesen zu sein. Diesmal stand "Die Sarabande" am Programm.

orfeusEine Outdoor-Performance muss nicht zwangsläufig ein schwatzhafter Spaziergang für Theater affines Volk mit beiläufigem kulturellem Inhalt sein. Der südafrikanische Theatermacher Brett Bailey verwebt den Orfeus-Mythos mit traditionellen, afrikanischen Ritualen und politischen Themen.

haessliches_menschleinAus der Türkei werden selten Stücke nach Wien eingeladen. Was an der sprachlichen Barriere liegen kann. Bei dem Sprechtempo sind die Übertitel nur ein Kompromiss. Doch wird auch hier eindrucksvoll gespielt. Szenisch unaufwendig, wie meist bei den kleinen Produktionen des forum festwochen, erzählen in "Hässliches Menschlein (Çirkin İnsan Yavrusu)" drei junge Frauen aus Istanbul aus ihrem Leben.

sirene-iiiWieder ein Volltreffer! In "Der vergessene Alchimist", der dritten Bearbeitung von Leo Perutz Kurzgeschichten aus "Nachts unter der steinernen Brücke" entführt uns sireneOperntheater erneut in die magische Welt rund um Rudolf II. und den Mordechai Meisl im Jahre 1592.