Filmkultur

"Neues vom Wienerlied" lautet der Untertitel der nun endlich auf DVD erhältlichen Doku "Herzausreisser" von Regisseurin Karin Berger. Ein Film, der sich ins Nachkriegs-Wien begibt und von dort den Weg des Wienerliedes der Gegenwart sucht und freilich auch findet.

Teil 1
Teil 2
Ein Gespräch über Zweck und Inhalt des Films "Herzausreisser", der nun auch endlich auf DVD im schmucken Digi-Pack mit einer Bonus-CD erhältlich ist, und über die Rolle vom Wiener Volksliedwerk. Gesprochen wurde natürlich auch über Künstler und Bands wie Doris Windhager, Walther Soyka, Roland Neuwirth, Die Strottern und Kollegium Kalksburg, die, wie kaum andere, das "Neue" im Wienerlied verkörpern.

Das Gespräch mit Regisseurin Karin Berger führte aber auch hinein in den Grenzbereich der Erträglichkeit des Wienerliedes - Stichwort Heinz Conrads - bis hin zu den unterschiedlichen Aspekten im Werk von Hermann Leopoldi. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Polyfilm






Sabrina Reiter, die fulminant agierende Hauptdarstellerin von "In 3 Tagen bist du tot 2", spricht im Interview u. a. über ihre ganz persönlichen Lieblingsfilme und natürlich auch über den Erfolg des Horror Thrillers von Andreas Prochaska, sowie über die Anstrengung Gewaltszenen glaubwürdig umzusetzen und warum auf tirolerisches Lokalkolorit entschieden wurde.

Teil 1
Teil 2
In diesem abgründigen Heimatfilm von Andreas Prochaska mit Sabrina Reiter in der Hauptrolle gibt es nicht nur viel Filmblut zu sehen sondern auch viel echten Schnee.

Und genau das strahlt der österreichische Kinofilm "In 3 Tagen bist du tot 2" über die gesamte Spiellänge auch aus: eine schaurig-düstere Eiseskälte und eine mysteriöse Unheimlichkeit. Spannung pur. Manfred Horak traf sich mit Sabrina Reiter zu einem gemütlichen Gespräch im Cafe Jelinek. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Filmladen Filmverleih












Woody Allen erzählt über die Idee zu "Vicky Cristina Barcelona", über das Filmemachen in Europa, und er spricht über Scarlett Johansson, Penélope Cruz und Javier Bardem, sowie über die Chemie der vier Hauptdarsteller bei den Dreharbeiten. Penélope Cruz wiederum spricht über Woody Allen, über das Verhältnis von Mann und Frau in dem Film und freilich auch über ihre Rolle.

Wie so oft bei Woody Allen verläuft auch die Geschichte wie sie in Vicky Cristina Barcelona erzählt wird nicht auf einer geradlinigen Ebene, sondern lenkt immer wieder in überraschenden Seitenbahnen ab und begibt sich - auch dies ein wiederkehrendes Motiv in den Geschichten von Woody Allen - auf die Suche nach der Antwort zur Frage "Was ist richtig? Was ist falsch? Soll man seiner Vernunft folgen, oder seinem Herzen?" //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Filmladen Filmverleih











Es ist nicht nur die Liebe zwischen zwei Generationen, sondern auch die Liebe zwischen zwei unterschiedlichen Milieus, die im Kinofilm "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" aufgearbeitet wird. Zudem ist es eine "einzige Hommage", so Regisseur Leander Haußmann, "an Filme, die mir etwas bedeuten."

Der Kinofilm "Freigesprochen" ist eine zeitgemäße Adaption von Ödön von Horváths Drama "Der Jüngste Tag" aus dem Jahr 1937 und erzählt die Geschichte einer nicht delegierbaren Schuld und deren Auswirkungen vom ersten Schock bis zum letzten Schritt.

Mit Frank Giering als Thomas, Corinna Harfouch als Hanni, Lavinia Wilson als Anna, Robert Stadlober als Ferdinand und Alfred Dorfer als Josef fand Regisseur Peter Payer bei seinem vierten Spielfilm eine ideale Besetzung für die Verfilmung dieses großen Themas. Ein mutiger und gleichsam emotionalisierender Film im Spannungsfeld von Verrat und Verantwortung, Leugnung und Lüge, Schuld und Sühne, Gewissensqual und Erlösung. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Peter Payer Archiv










Geboren 1975 in Stuttgart war Nina Hoss zuletzt u.a. am Deutschen Theater Berlin als "Medea", in "Minna von Barnhelm" und "Faust II", sowie bei den Salzburger Festspielen 2005 und 2006 in "Jedermann" zu sehen. Zu ihren Filmrollen zählen u.a. "Nackt" von Doris Dörrie, "Die weiße Massai" von Hermine Huntgeburth und "Elementarteilchen" von Oskar Roehler. "Yella" ist nach den Hauptrollen in "Toter Mann" (2002) und "Wolfsburg" (2003) ihre dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Christian Petzold. Im März 2007 erhielt Nina Hoss für ihre Darstellung der "Medea" einen der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum, den Gertrud-Eysoldt-Ring. Für "Yella" wurde sie auf der Berlinale 2007 mit dem Silbernen Bären als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Zu Recht, und abgesehen davon ist "Yella" ein besonders wertvoller Film.

Gezeigt wird eine seltsam spießige Welt des Risikokapitals mit einer Titelfigur die wie eine Erscheinung aus anderen Sphären daher kommt. Ein Fremdkörper in einer Welt, die unter ihrem Blick, in ihren Händen eine fremde Welt wird. "Yella" ist ein Film über Risse, in der Wahrnehmung und im Leben seiner Titelfigur - aber auch durch "Yella", den Film selbst, geht ein Riss. Er ist eine Art doppeltes, gekreuztes, hybrid zusammengesetztes Remake aus dem Horrorfilm "Carnival of Souls" und der Dokumentation "Nicht ohne Risiko".

Im Gespräch erzählt Nina Hoss über die Besonderheiten des Films, über die Region in der Yella spielt, sowie von der Herausforderung die Titelfigur Yella darzustellen. Darüber hinaus sprachen wir auch über die Hintergründe ihres Berufs als Schauspielerin was bis hin zu den Überlegungen führte warum es der Wirtschaft so gut geht, obwohl der einzelne davon kaum etwas spürt. Das Interview fand im Rahmen der Viennale statt. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Yella Szenenbild










Elsa Sophie Gambard spielt im Kinofilm "Free Rainer - Dein Fernseher lügt" die mysteriöse Pegah. Mysteriös deshalb, weil sie im ersten Drittel des Films kaum ein Wort sagt, dafür umso geheimnisvollere Blicke als Kommunikationsmittel verwendet. Die Jungschauspielerin - sie ist in "Free Rainer" erstmals auf der Kinoleinwand zu sehen - ist eigentlich Medizinstudentin, und das war auch zu Beginn des Exklusivinterviews das Thema.

Weiterführende Interviews zum Film gibt es mit dem Regisseur Hans Weingartner und mit dem Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu. Diese drei Interviews fanden im Rahmen der Viennale statt. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Marcel Jorge Mettelsiefen