Filmkultur

Im Mittelpunkt des Interviews mit Mercedes Echerer steht das Festival EU XXL Filmschau, das zwischen 4. und 8. März seinen Schwerpunkt auf die Thematik Drehbuch bzw. Script legt und zudem mit Filmen aus Tschechien und Niederösterreich zwei regionale Schwerpunkte innerhalb der Filmschau setzt.

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Ein Gespräch über die Wichtigkeit des Drehbuchs, über Filmförderung in Österreich und welche Möglichkeiten es innerhalb der EU gibt, bis hin zu dem was sich das Publikum vom Festival EU XXL Filmschau mitnehmen kann bzw. soll. Thematisiert wurde auch der überwältigende Erfolg des Independent Films bei der Oscar Verleihung 2009, die regionale Kulturnahversorgung und die Notwendigkeit einer Online Filmothek für den österreichischen Film.

Im Fokus von EU XXL Filmschau steht das Script, auf gut deutsch das Drehbuch - mit all seinen wahren Begebenheiten, Annäherungen an literarische und historische Vorlagen, individuellen und kollektiven Erinnerungen, familiären wie lokalen Abhängigkeiten, skurrilen wie heiteren Obsessionen. Zudem setzt das Festival weitere neue inhaltliche Akzente: "Territorium Niederösterreich" bringt Erzählungen auf die Leinwand, die auf ganz eigene Weise das Land verorten, sich frei bewegend durch kinematografische Regionen, von der suburbanen, paranoiden Umgebung der Großstadt bis zur verlassenen Grenzregion, von den einsamen, "magischen" Landschaften bis zu den "zukunftslosen" Kleinstädten. "Tschechische Blitzlichter" wiederum beleuchten das gegenwärtige kreative Schaffen von Autor/innen wie Miroslav Janek, Pavel Koutecký, Alice Nellis und Jan Švankmajer in unserem an eine überaus reiche Tradition der Filmproduktion anknüpfenden Nachbarland. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Ruth Ehrmann

"Neues vom Wienerlied" lautet der Untertitel der nun endlich auf DVD erhältlichen Doku "Herzausreisser" von Regisseurin Karin Berger. Ein Film, der sich ins Nachkriegs-Wien begibt und von dort den Weg des Wienerliedes der Gegenwart sucht und freilich auch findet.

Teil 1
Teil 2
Ein Gespräch über Zweck und Inhalt des Films "Herzausreisser", der nun auch endlich auf DVD im schmucken Digi-Pack mit einer Bonus-CD erhältlich ist, und über die Rolle vom Wiener Volksliedwerk. Gesprochen wurde natürlich auch über Künstler und Bands wie Doris Windhager, Walther Soyka, Roland Neuwirth, Die Strottern und Kollegium Kalksburg, die, wie kaum andere, das "Neue" im Wienerlied verkörpern.

Das Gespräch mit Regisseurin Karin Berger führte aber auch hinein in den Grenzbereich der Erträglichkeit des Wienerliedes - Stichwort Heinz Conrads - bis hin zu den unterschiedlichen Aspekten im Werk von Hermann Leopoldi. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Polyfilm






Sabrina Reiter, die fulminant agierende Hauptdarstellerin von "In 3 Tagen bist du tot 2", spricht im Interview u. a. über ihre ganz persönlichen Lieblingsfilme und natürlich auch über den Erfolg des Horror Thrillers von Andreas Prochaska, sowie über die Anstrengung Gewaltszenen glaubwürdig umzusetzen und warum auf tirolerisches Lokalkolorit entschieden wurde.

Woody Allen erzählt über die Idee zu "Vicky Cristina Barcelona", über das Filmemachen in Europa, und er spricht über Scarlett Johansson, Penélope Cruz und Javier Bardem, sowie über die Chemie der vier Hauptdarsteller bei den Dreharbeiten. Penélope Cruz wiederum spricht über Woody Allen, über das Verhältnis von Mann und Frau in dem Film und freilich auch über ihre Rolle.

Wie so oft bei Woody Allen verläuft auch die Geschichte wie sie in Vicky Cristina Barcelona erzählt wird nicht auf einer geradlinigen Ebene, sondern lenkt immer wieder in überraschenden Seitenbahnen ab und begibt sich - auch dies ein wiederkehrendes Motiv in den Geschichten von Woody Allen - auf die Suche nach der Antwort zur Frage "Was ist richtig? Was ist falsch? Soll man seiner Vernunft folgen, oder seinem Herzen?" //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: © Filmladen Filmverleih











Es ist nicht nur die Liebe zwischen zwei Generationen, sondern auch die Liebe zwischen zwei unterschiedlichen Milieus, die im Kinofilm "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" aufgearbeitet wird. Zudem ist es eine "einzige Hommage", so Regisseur Leander Haußmann, "an Filme, die mir etwas bedeuten."

Der Kinofilm "Freigesprochen" ist eine zeitgemäße Adaption von Ödön von Horváths Drama "Der Jüngste Tag" aus dem Jahr 1937 und erzählt die Geschichte einer nicht delegierbaren Schuld und deren Auswirkungen vom ersten Schock bis zum letzten Schritt.

Mit Frank Giering als Thomas, Corinna Harfouch als Hanni, Lavinia Wilson als Anna, Robert Stadlober als Ferdinand und Alfred Dorfer als Josef fand Regisseur Peter Payer bei seinem vierten Spielfilm eine ideale Besetzung für die Verfilmung dieses großen Themas. Ein mutiger und gleichsam emotionalisierender Film im Spannungsfeld von Verrat und Verantwortung, Leugnung und Lüge, Schuld und Sühne, Gewissensqual und Erlösung. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Peter Payer Archiv










Geboren 1975 in Stuttgart war Nina Hoss zuletzt u.a. am Deutschen Theater Berlin als "Medea", in "Minna von Barnhelm" und "Faust II", sowie bei den Salzburger Festspielen 2005 und 2006 in "Jedermann" zu sehen. Zu ihren Filmrollen zählen u.a. "Nackt" von Doris Dörrie, "Die weiße Massai" von Hermine Huntgeburth und "Elementarteilchen" von Oskar Roehler. "Yella" ist nach den Hauptrollen in "Toter Mann" (2002) und "Wolfsburg" (2003) ihre dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Christian Petzold. Im März 2007 erhielt Nina Hoss für ihre Darstellung der "Medea" einen der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum, den Gertrud-Eysoldt-Ring. Für "Yella" wurde sie auf der Berlinale 2007 mit dem Silbernen Bären als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Zu Recht, und abgesehen davon ist "Yella" ein besonders wertvoller Film.

Gezeigt wird eine seltsam spießige Welt des Risikokapitals mit einer Titelfigur die wie eine Erscheinung aus anderen Sphären daher kommt. Ein Fremdkörper in einer Welt, die unter ihrem Blick, in ihren Händen eine fremde Welt wird. "Yella" ist ein Film über Risse, in der Wahrnehmung und im Leben seiner Titelfigur - aber auch durch "Yella", den Film selbst, geht ein Riss. Er ist eine Art doppeltes, gekreuztes, hybrid zusammengesetztes Remake aus dem Horrorfilm "Carnival of Souls" und der Dokumentation "Nicht ohne Risiko".

Im Gespräch erzählt Nina Hoss über die Besonderheiten des Films, über die Region in der Yella spielt, sowie von der Herausforderung die Titelfigur Yella darzustellen. Darüber hinaus sprachen wir auch über die Hintergründe ihres Berufs als Schauspielerin was bis hin zu den Überlegungen führte warum es der Wirtschaft so gut geht, obwohl der einzelne davon kaum etwas spürt. Das Interview fand im Rahmen der Viennale statt. //

Interview und Text: Manfred Horak
Foto: Yella Szenenbild