Ali Föger, auch bekannt als Sangesfreuden verschenkender Lagerfeuermann, hat mit seiner Band Tag (The Ali Föger Group) sein erstes Album aufgenommen. "Painting in the Sky" ist ein lebensbejahender, stimmiger Wurf.

Das Lied "No thanks" beinhaltet die bestärkende Zeile "Do I wanna have my old life back? No thanks!" Für alle, die Veränderungen im Leben wagen wollen. Nicht zaudern, machen. Oder, wie heute auf vielen Utensilien des Alltags zu lesen ist: Don't dream it, do it. Zwar ist der Song nicht der erste auf der CD, steht aber prototypisch für den Grundton des Albums. Nach dem Motto: Es war und ist nicht immer alles lalala, sondern manchmal sogar weniger als naja, aber: Veränderung ist möglich. Wie das gehen soll? "Castles" macht einen sowohl musikalisch wie inhaltlich herzerwärmenden Vorschlag: "Let's drop all the load, be children again. Climb up trees, laugh in the rain." Dieser Song vertreibt im Nu düstere Wolken und sorgt für positive Stimmung.

Doch auch nachdenkliche, fast melancholische Töne werden angeschlagen, wie im Lied "She used to". Er erinnert sofort an die Songwriter-Kunst von The Beatles, im Besonderen an "Eleanor Rigby". Dennoch ist eigenständiges Songwriting und kein Copy-Paste zu hören.

Wer sorgt also für diese wunderbare Musik? Neben Ali Föger, der für Gitarre und Stimme sorgt, spielt sein Bruder Bertl Föger Klavier und singt. Die Musikerin Maria Holzeis-Augustin flötiert und sorgt mit ihrer besonderen Stimme für besondere Stimmung. Andere Instrumente wie Cello, Harmonium, Bass oder Akkordeon werden von Gastmusiker/innen gespielt - so kommt es zu diesem runden, wonniglichen Klangerlebnis. Rund, aber nicht glatt! Das ist sehr angenehm.

Das Video zum Song "Father Wise" ist ein berührendes Portrait über den mehr als 90-jährigen Vater von Ali Föger. Auch als Kurzfilm sehr empfehlenswert. Nicht zu vergessen sind auch die zarten, aber aussagekräftigen Zeichnungen von Paula Föger, die u.a. das Cover zieren. Insgesamt ist das Album von Tag ein großes JA zum Leben! //

Text: Nadia Baha
Foto: Tag