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Genau diese Mischung bietet auch Sabina Hank, mehr noch, denn wenn es ein Weihnachtsalbum gibt, das man sich für Weihnachten 2016 zulegen sollte, dann ist es "Blue Notes on Christmas" (Meander Records) von Sabina Hank. Ihr Album vereint Standards (Jingle Bells) und Eigenes (My Favorite Things), 1980er Jahre (Last Christmas) und auch Stille Nacht, Heilige Nacht. Aber egal was Sabina anfasst, sie bringt uns damit neue, wertvolle Geschenke. Alleine, dass sie es schafft aus Last Christmas von Wham! ein tatsächlich (wieder) hörbares Lied zu machen, grenzt fast schon an ein Weihnachtswunder - okay, das mit dem Wunder ist natürlich stark übertrieben, denn sie ist einfach eine großartige Jazzsängerin und Pianistin mit Gefühl für ordentliche Arrangements. "In meinen Arrangements ist aber auch der Blues ein wichtiges Element - als Quelle von Authentizität und Individualität, als rhythmischer Ausdruck von Ursprünglichkeit und Leidenschaft - um diesem für mich fast nicht mehr erträglichen, eindimensionalen, musikalischen Kitsch - und Klischeewahnsinn etwas entgegen zu halten", so Sabina Hank. Diese Kitschentsagung und diese Leidenschaft entzündet sich auch in Weihnachtsliedern wie Leise rieselt der Schnee oder Es wird scho glei dumpa. Was sich so dermaßen gut hören lassen kann, hat freilich mit der Besetzung zu tun. Neben Sabina Hank (vocals, piano, composition, arrangements) spielen mit ihr zur Joy of the World Christian Wendt und Andy Mayerl (beide Bass), Christian Lettner (drums), Herb Berger (chromatic harp), Martin Scales und Peter O’Mara (beide guitar). Eine prominente Unterstützung erhält Hank zudem vom Grammy-Gewinner Bob Mintzer am Saxofon, mit dem Sabina bereits 2004 das Album "Music in a Mirror" eingespielt hat - und der nach Hören der ersten Live Recordings mit den Worten "Yeah, Sabina, great arrangements, great band - I’m in", ́ erneut seine Zusage gab. "Es sind vor allem die musikalischen Begegnungen mit solchen herausragenden Ausnahmekünstlern, die deutlich machen, wie wichtig es ist, seinen eigenen Weg zu gehen und seinen eigenen Sound zu finden", meint Sabina Hank und dem kann man eigentlich nur bedingungslos zustimmen. In diesem Sinne Love, Peace and Happiness. //

Text und Foto: Manfred Horak