dejohnette_jack_bill_frisell_elephant_sleepsWeder über Bill Frisell noch über Jack DeJohnette braucht man ein Wort zu verlieren, zu dicht ist ihre musikalische Vita.

Namen wie Ginger Baker (legendärer Drummer von The Cream, der ersten Supergroup der Musikgeschichte), Gary Peacock, Paul Motian, Elvis Costello und Kenny Wheeler tauchen bei Bill Frisell auf, bei Jack DeJohnette sind es Namen wie Miles Davis ("Bitches Brew"!), Lester Bowie, Keith Jarrett, John Abercrombie, Don Alias, Michael Brecker und David Murray.

Das  Rüsseltier hat durchaus schöne Erinnerungen

2001 fanden sich diese beiden Musiker und - logisch - musizierten beim „Ear Shot Festival“ in Seattle. Bill Frisell war an der Gitarre und am Banjo zugange und Jack DeJohnette bediente das Schlagzeug, die Perkussion, das Piano und steuerte auch seine Stimme bei. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und lieferten eine spannende und bewegende Performance ab. Aus den freien Gedankenflüssen ergab sich eine dichte Textur und der Live-Charakter, dies trotz der Tatsache, dass kein Applaus eingeschnitten wurde, ist deutlich hörbar und tut ein Übriges.

Auch wenn man bei einem Duo ja nicht unbedingt von einer Band schreiben kann; die beiden Protagonisten klingen auf "The Elephant sleeps but still remembers" dennoch wie eine Band im herkömmlichen Sinn und schaffen zudem einen extrem dichten Sound, der überdies viel Raum lässt für momentane Gefühle und Inspirationen. Der Spannungsbogen entsteht aus dem nahezu unglaublichen gegenseitigen Verstehen und eine Nummer wie "Ode to South Africa" trägt das "Ewige" bereits in sich. (akro)

Musik:@@@@@
Klang:@@@@@
Label/Vertrieb: Golden Beams/Extraplatte (2007)