Der Mensch kann die Dinge mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten. Manch eine Musik hört der Mensch mit einem smiling ear - und einem smiling eye. Florian Kmet, oder kurz KMET, wie er sich nennt, spreads a little happiness. Er hat ein neues Album geschaffen und auf Konkord veröffentlicht. Das sorgt schon einmal für eine äußerst positive Grundstimmung. Schon beim Öffnen des CD Covers - ja, Musik kann nicht nur berühren, sondern auch berührt werden, strahlt einen sonniges Gelb an - und auch im Booklet tummeln sich viele smiling eyes.


In den 13 Songs von "Keep smiling, eyes" kuscheln sich Tiger an Glück, lebensphilosophische Fragen stoßen aufs Leben an und die Entscheidungsfreiheit feiert mit der Entschleunigung die Volljährigkeit. Vielleicht ist es auch ganz anders. Beim Hören jedenfalls fallen sofort die positiven Vibes auf: Das Leben ist zeitweise ungerecht und hart, aber hey, das Leben ist schön. Die Songs sind dennoch, oder gerade deswegen, reduziert, eher minimalistisch gehalten, aber von einer großen, klaren Kraft. Dass KMET ein virtuoser Gitarrist ist, ist nicht zu überhören. Es ist aber kein Show off, sondern einfach eine super Show. Die Lieder feiern die kleinen Freuden des Lebens, das Kleine im Großen. So gesehen sind die sowohl musikalisch als auch textlich stimmigen Songs von KMET wie bunte Briefmarken auf Erlebnis-Postkarten. Da lachen nicht nur die Augen. //

Text: Nadia Baha
Foto: 86/60

CD-Tipp:
KMET: Keep smiling, eyes
Musik: @@@@
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: Konkord (2018)