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Das fünfte Gebot ist das Einzige auf das
wir uns heute noch einigen können. Du sollst nicht töten. Zumindest 70% der
Befragten sind dieser Meinung. Eine noch größere Zahl jedoch - 85 % - hatte schon einmal den Wunsch jemanden
umzubringen. Wenn etwas so klar ist, wie kann man darüber diskutieren? Ilija
Trojanow hat für das Nachbarhaus vom Schauspielhaus Wien eine Etüde dazu verfasst.
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Alfons Haider traf Dieter Chmelar auf der
Bühne des Theaters Akzent zum Bashing nach Ansage. Vorgegeben hat diesen
Schlagabtausch zwischen Publikumsliebling und Berufswuchteldrucker Angelika
Hager. Dabei sind die Herren so mit Selbstentblößung beschäftigt, dass sie
darüber vergessen gepfefferte Seitenhiebe auszuteilen. Wer derart wenig
Angriffsfläche bietet, dem kann man nicht mehr wehtun.
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Andrea Camilleri
ermöglicht mit dem Lexikon "M wie Mafia" am Beispiel von Bernardo Provenzano - dem Boss der Mafia-Bosse in Sizilien - einen Einblick
in Alltag und Struktur der weit
verzweigten sizilianischen Untergrundorganisation.
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Wenig überraschend ist "Rise", das erste Album von Novi Sad
seit "Europe's Other Side" aus dem Jahr 2003, nur hinsichtlich der hohen Qualität
des zu Gehör gebrachten. Im Mittelpunkt des Doppel-Albums stehen Lieder
zwischen überschäumender Lebensfreude und melancholischer Nachdenklichkeit. Live am 11. Februar 2010 im Davis (1210 Wien).
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Peter Sputnik wird aus dem
Landschaftsparadies mit Krokantbecher herausgerissen um - wie es sich für einen
Superhelden gehört - die Welt zu retten. Denn der Superschurke V hat nichts
weniger als die Auslöschung der Erde im Sinn und bringt die Weltenregierung in
ihrem Untergeschoßsitzungszimmer
gewaltig in Bedrängnis. Axel Simon hat mit "Tatütata für Peter Sputnik" seinen
ersten Roman geschrieben, in dem die Seltsamkeiten mit höchster
Unterhaltsamkeit kumulieren.
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In der Volksoper Wien läuft Lehars "Lustige
Witwe" nun schon in der 77. Vorstellung, die Inszenierung von Daniel Dollé ist
nett, aber unspektakulär.
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Der fünfte Thriller von Colin Harrison erhielt in der deutschen Übersetzung einen Titel, der mit der Geschichte eigentlich nichts zu tun hat. Dessen ungeachtet gelang dem amerikanischen Bestsellerautor mit "Im Schlund des Drachen" (The Finder) ein bis zur letzten Seite spannendes Buch.
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"Überraschung!" - Das
wahrscheinlich beste Theaterstück für die Allerkleinsten kommt nach einer
Tournee um den halben Erdball - nachdem es eine Asien- sowie Südamerikatournee hinter sich gebracht hat, und
sogar im Juni 2009 im Opernhaus von Sydney zu sehen war - wieder in den Dschungel Wien zurück. Von 13.
Februar bis 6. März 2010 ist "Überraschung!" unter der Regie von Stephan Rabl zum letzten
Mal im Dschungel Wien bzw. im Rahmen von Szene Bunte Wähne zu sehen.
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Es gibt eine Zeit für die Liebe und es gibt eine Zeit für
den Krieg. Die Menschen verstecken sich hinter teuren Sachen aus Angst verletzt
zu werden. Vom anderen sieht man dann nur gerade soviel, um ihn verwunden zu
können. So philosophisch ist Tumai, der tragische Held des Theaterstücks "Dann bring ich mich lieber um, oder: Asyl heißt
Schutz vor Verfolgung", meint Anne Aschenbrenner.
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Quasi eine musikalische Sensation, das aktuelle Album "Touch Yello" der Herren Dieter Meier und Boris Blank. Mit letzterem kam ein ausführliches und sehr informatives Gespräch über das Innenleben von Yello zustande.
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Bei einem Pressegespräch im Lisztzentrum Raiding
präsentierten der burgenländische Kulturlandesrat Helmut Bieler, die beiden
Intendanten Johannes & Eduard Kutrowatz sowie Geschäftsführer Dr. Josef
Wiedenhofer das Programm vom Liszt Festival Raiding 2010 und gaben auch einen
Ausblick auf das Jubiläumsjahr - © LISZTOMANIA 2011.
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Beim Figurentheaterfestival "dreizurdritten" gab es sowohl ein internationales Gastspiel vom Ensemble
Materialtheater, als auch die erste abendfüllende Produktion der heimischen Gruppe
Krokodil zu bestaunen. Die deutschen Gäste erzählten auf clownesque Art die
Geschichte von der Beziehung der Dinge zu den Dingdalern, während das zweite
Stück den Beziehungen der Menschen nebeneinander gewidmet war.
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Längst zu einem globalen Problem von gigantischem
Ausmaß mit Millionen von Toten geworden, gibt es bis heute vergleichsweise
wenige Filme zum Thema HIV und AIDS. Same Same But Different vom Kreativ-Team
Claus Boje und Detlev Buck nimmt sich nun dieser Thematik an.
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Geld oder Liebe ist in diesem hardboiled
Krimi wieder einmal die zentrale Frage. Zwei Schlitzohren wollen einem noch
größeren Schlitzohr eine hübsche Summe aus der Tasche ziehen, noch dazu ganz
legal. Sie haben einen guten Plan, aber leider auch eine gute Aussicht auf
Gundermans bildhübsche Sekretärin Evelyn. Die harten Sprüche der harten Kerle
aus Lawrence Blocks "The girl with the long green heart" wurden von Andreas C. Knigge
neu übersetzt und sind bei Rotbuch in der Hard-Case-Reihe erschienen.
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Der Titel trügt: "Der
beste Roman aller Zeiten" ist nicht der beste Roman aller Zeiten, dafür sehr
lustig zu lesen. Oliver Maria Schmitt gelang damit jedenfalls eine köstliche Satire
auf das Schreiben, Inspiration und den Literaturbetrieb im Allgemeinen.
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Mit dem Yellow Magic Orchestra schrieb der Japaner Ryuichi
Sakamoto erstmals Musikgeschichte im avantgardistischen Elektro-Pop-Bereich.
Einen Oscar erhielt er für die Filmmusik zu "Der letzte Kaiser", und sogar als
Schauspieler konnte er überzeugen. Nun folgt sein bisher wohl intimstes Werk.
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Der amerikanische Jazz Trompeter Chris Botti liefert mit "In
Boston" ein weitestgehend gefälliges und sich stets am Rande der Kitschgrenze befindendes
Album ab. Unterstützt wurde er dabei von einer Heerschar an prominenten
Musikerkollegen.
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Sie ist die Duchess of Coolsville, Poetin, ausdrucksstarke
Stimme und große Melodienerfinderin: Rickie Lee Jones. Mit "Balm in Gilead"
veröffentlicht sie ein weiteres kolossales Album, das mit intensiven Texten und
musikalischen Feinheiten überzeugt.
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Alleine die Besetzung lässt ahnen, dass auf dem Album "Moving
Out" exzellenter Jazz zelebriert wird. Die Ahnung trügt nicht: Die Umsetzung der
fünf Kompositionen, vier von Sonny Rollins, markieren einen der vielen
Meilensteine in der Karriere des Saxofon-Giganten.
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Peter Rosei erzählt in "Das große Töten"
von zwei Männern, deren Biographien die längste Zeit parallel, aber ohne
Berührungspunkte geschildert werden. Was sie trotz der ganz verschiedenen Biographien
verbindet, ist eine Abgetrenntheit von sich selbst und also auch von ihrem
Umfeld. Sie finden schließlich über den Blog des einen zusammen, um gemeinsam
den Titelgebenden Plan auszuführen. Ein Roman, dem es gelingt, etwas nie ganz
Nachvollziehbares in seiner Nicht-Nachvollziehbarkeit zu erzählen.
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Die kanadischen Geschwister Kate & Anna McGarrigle
hinterfragten den Mythos Americana in Form sehr familiär-persönlicher Texte.
Ihr Output bleibt mit gerade mal 10 Alben leider sehr bescheiden, die Qualität
der Songs ist hingegen enorm hoch. Am 18. Jänner 2010 starb die 64-jährige Kate
McGarrigle an Krebs.
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Im Rahmen der Rudy Van Gelder Remasters erfährt das Album
"Monk" von eben diesem eingespielt mit u. a. Art Blakey und Sonny Rollins
klanglich eine neue Politur.
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Dieses jazzhistorisch bedeutende Quintett von 1957 spielte
vier Alben ein, "All Morning Long", "Soul Junction", "High Pressure" und "Dig It!".
Letzt genanntes ist nun in der Rudy Van Gelder Remasters Serie auf CD
erhältlich.
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Das vorliegende Live-Konzert vom Third International
Festival of Jazz D'Antibes, Juan-les-Pins aus dem Jahr 1962 markiert einen der
unzähligen Festival-Triumphe von Dizzy im musikalischen Verbund mit Lalo
Schifrin und Leo Wright, das es nun im Rahmen der Verve Originals Serie wieder
zu entdecken gilt.
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Alben wie dieses werfen durchaus die Frage auf ob Qualität
nach oben hin begrenzt ist und lassen zudem keinen Zweifel aufkommen, dass
Abdullah Ibn Buhaina alias Art Blakey und seine Jazz Messengers zu den
genialsten Jazz-Bands aller Zeiten gehörte.
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Von 1928 bis zu seinem Tod 1970 war der Alt-Saxofonist John
Cornelius Hodges als Musiker beim Duke Ellington Orchester tätig; ausgenommen
einer Unterbrechung zwischen 1951 und 1955 - in dieser Zeit entstand u. a. auch
"Used to be Duke". Hier ist er ohne Ellington, dafür aber mit John Coltrane zu
hören.
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Im Jahr 1960 veröffentlichte der Vibraphonist Terry Gibbs und
seine Big Band das kongeniale Album "Swing is Here!", das in der Verve-Serie
Originals zu neuen Ehren gelangt.
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Die Mannen um Schauspieler
Manuel Rubey räumen den Proberaum und lösen die erfolgreiche Band mit Beginn
2010 auf. Mit einer kleinen Österreich-Tournee werden sich Mondscheiner ab
Mitte Jänner von Ihren Fans verabschieden. Das endgültige Abschiedskonzert findet am 11. Februar 2010 im WUK statt, wobei der Reinerlös dieses Abends an Ute Bock geht.
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Ihr größtes Problem sei, dass sie nicht genug Zeit habe, behauptet
Annie Leibovitz, die "so ziemlich alles interessant" und fotografierenswert
findet. Vor allem Momente, in denen ihre Familie festgehalten wird, bilden den roten
Faden in Leben und Arbeit der amerikanischen Fotografin. Im Kunst Haus Wien sind
noch bis 21. Februar 2010 Werke aus ihrem umfangreichen Schaffen, basierend auf
der Publikation "Annie Leibovitz - A Photographer's Life 1990-2005", zu sehen.
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