Mit „Heart Luggage“ (ATS-Records/Extraplatte) gelang
Klaus Gesing, der am Sopran Saxofon, Bassklarinette und Flöten zu hören ist und
auch für die Loops zuständig ist, ein kammermusikalisch virtuoses wie rundes
Jazzalbum. Verzichtet wird dabei auf platte Schablonen, vielmehr schält Klaus
Gesing gemeinsam mit Gwilym Simcock am Piano und Melodica, Yuri Goloube am
Double Bass und Asaf Sirkis am Schlagwerk und Perkussion paneuropäische
Musiklandschaften im Cinemascope-Format hervor. Das Album bietet sieben
Eigenkompositionen, ein Traditional und eine Neuinterpretation von John
Coltranes „Giant Steps“.“ Ich habe viel Volksmusik gehört und das hat sich in
meinen Gehirnwindungen einfach festgesetzt“, lässt Klaus Gesing in den
Liner-Notes ausrichten, und ergänzt: „Das kommt an allen Ecken und Enden wieder
heraus, ob ich will oder nicht.“ Und so
kommt eben ein musikalischer Spiegel seiner eigenen Zerrissenheit heraus, denn
„Volksmusik hat für mich“, wie er sagt, „mit Heimat zu tun“, aber manchmal
wisse er einfach nicht wo er sich zuhause fühlen soll. (Manfred Horak)
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