Die Podcast-Reihe Filmkultur beschäftigt sich diesmal mit dem Mythos Marlene Dietrich und der dazu
gehörenden Ausstellung und Filmreihe in der Österreichischen Filmgalerie in der
Kunstmeile Krems in Niederösterreich, die bis 25. November 2007 zu sehen ist. Marlene
Dietrich ist eine der wenigen Persönlichkeiten, die schon zu Lebzeiten zur
Ikone wurden. Mit ihrer Schönheit, erotischen Ausstrahlung und einzigartigen
Unabhängigkeit erfüllte sie über Jahrzehnte kollektive Wunschbilder und
Phantasien.
Josef von Sternberg hat das Image der geheimnisvollen,
erotischen Frau mit seinen Filmen weltberühmt gemacht. Doch Marlene Dietrich
hat zeitlebens an der Perfektionierung dieser einzigartigen Kunstfigur Dietrich
gearbeitet. Ihre ambiguitiven Selbstinszenierungen und Aussagen machen sie noch
heute zu dem, was sie schon zu Lebzeiten war: ein Mythos.
Erstmals wird in Österreich diesem Mythos mit einer
Ausstellung Rechnung getragen. In enger Zusammenarbeit der Österreichischen
Filmgalerie mit der Marlene Dietrich Collection der Deutschen Kinemathek Berlin
werden einzelne Facetten des Mythos Marlene Dietrich mit zum Teil bisher unveröffentlichtem
Material aus dem Nachlass von Marlene Dietrich transparent und spürbar gemacht. Zahlreiche Filmausschnitte und Privataufnahmen, Fotografien,
persönliche Briefe, Dokumente, Kostüme und Accessoires aus dem persönlichen
Nachlass von Dietrich stehen im Zentrum der Ausstellung. Erstmals werden auch
Dokumente ihrer mehrfachen Reisen nach Österreich in einer Ausstellung der
Öffentlichkeit näher gebracht.
Zu Gast in Krems war David Riva, der Enkel von Marlene
Dietrich, der nicht nur viel zu erzählen hatte, sondern auch den Film Marlene
Dietrich: Her Own Song und sein Buch A Woman at War: Marlene Dietrich
Remembered erstmals in Österreich präsentierte. (Manfred Horak)
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