Der Pianist Christoph Declara nimmt für
seine erste CD Werke von Johannes Brahms und Sofia Gubaidulina auf. Über die
Auswahl der Werke erzählt er in selbst verfassten Texten.
Es geschieht selten genug, dass ein Pianist, der
gerade seine erste CD eingespielt hat, sich auch noch die Mühe macht und sich
die Zeit nimmt, Texte für das Booklet zu schreiben und die Wahl seiner Werke
erklärt. Christoph Declara ist in jeder Hinsicht eine Ausnahme. Nicht nur durch
seine Texte, sondern vor allem durch sein Spiel kommuniziert der Musiker mit
den Hörerinnen und Hörern des Debüts. Der aus Rosenheim (Bayern) stammende Declara spielt
seit Kindheit an Klavier und Geige. Er hatte zahlreiche Auftritte in
Deutschland, Österreich und auch Italien, Spanien und Polen. In Salzburg
studierte er Klavier als Konzertfach und gewann schon sehr viele Preise. Im
Jahr 2009 machte er z.B. den zweiten Platz beim Internationalen Johannes
Bahms-Wettbewerb in Pörtschach am Wörthersee. 2010 gab Declara sein
Debüt als Solist bei der Salzburger Mozartwoche. Die CD ist, so könnte man
sagen, die logische Folge des bisher Erreichten. Die Entscheidung Brahms in den
Mittelpunkt der CD zu stellen, begründet der Pianist u. a. damit: "Diese
Entscheidung rührt vor allem daher, dass ich mich seit vielen Jahren mit den
beiden Stücken beschäftige und beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb
2009 in Pörtschach u. a. mit eben diesen Werken den 2. Preis errungen habe." Gudaidulinas "Chaconne" auf die CD zu nehmen, weil man die 1931 geborene Komponistin
persönlich kennen gelernt hat, ist wieder so etwas, worauf wohl kaum ein
anderer junger Musiker gekommen wäre. Wer geht schon das Wagnis ein, auf der
ersten Aufnahme nicht nur Mozart, Schubert und noch einmal Mozart zu spielen?
Dass der Pianist das Wagnis eben doch eingeht, zeugt von Ehrlichkeit und davon,
dass Declara aus vollem Herzen und mit ganzer Seele Musik macht. Eine
wunderbare Aufnahme, genial gespielt. Großartig. (Nadia Baha)
CD-Tipp:
Christoph Declara: Debüt
Musik: @@@@@ Klang: @@@@@@
Label/Vertrieb: Festivo Records (2011)