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Syndicate
Morton Feldman tanzt: It Is Not The Picture - die Kritik PDF Drucken E-Mail

itisnotthepicture003Sabina Holzer, Jack Hauser und Martin Siewert zeigten am 13. und 14. 12. 2010 im WUK "It Is Not The Picture"; ihre performative Auseinandersetzung mit Morton Feldmann und Maurice Blanchot, ein Stück Hin-Hören und durchdringende Lektüre, in Bewegung umgesetzt.




Weiß: Weißer Tanzboden, weiße Leinwand als Hintergrund, weißes Kostüm. Außerhalb dieses Bereichs: Schwarz. In diesem Setting ist mit zwei gedrehten schwarzen Bändern eine Ecke markiert. Nein, keine Ecke: zwei Seiten, die sich nicht zur Ecke treffen. Dieses Nicht-Treffen setzt sich in der Projektion fort, in der ein Spalt zu erkennen ist, Fluchtpunkt des Blickes. Eine schemenhaft projizierte Gestalt kreuzt mal den Spalt, mal ist sie hinter den transparenten Wänden links und rechts davon zu erkennen.

Zurück auf Feld 1, oder: (k)ein Handlungsballett

Auf dieser Bühne agieren drei Personen: Jack Hauser und Martin Siewert am Rand des Spielfeldes an den Samplern und Mischpult, Sabina Holzer im Bühnenraum, der durch die Ecke zu einem Drinnen und Draußen strukturiert wird. Sabina Holzer folgt Anweisungen, die auf Karten auf dem Boden verteilt sind: Zahlen, Pfeile, Worte sind zu erkennen, Hinweise auf Bewegungsmuster, die sich wiederholen, verändern; ein Parcours entsteht, Progression ist zu erkennen, tastend, erinnernd, brüchig, Linien, die aufeinander zu laufen und sich doch nie ganz treffen, nie zu einem Tanz werden: wieder und wieder wird einer Anweisung gefolgt, in der Partitur nachgesehen. Die Karte auf dem Begrenzungsband wird zum Tor ins Draußen, kühn durchschritten. Plötzlich kommt Stimme ins Spiel, ein zwischen Singen und nicht eindeutig festzumachendem emotionalem Ausdruck changierendes Vokalsolo, stellt im Draußen eine schockierende Nähe zum Publikum her. Samples tauchen auf und ab, Holzer durchschreitet das Tor erneut, neue Versatzstücke tauchen auf, zurück an den Start auf dem schwarzen Sessel, Spiel mit Wort-Doppel-Sinn entlang eines musikalischen, emotional-brüchigen Monologes. Ohne dass Handlung wahrnehmbar wird, wird nach einem Plan gehandelt, so viel ist sicher; bewegt und entwickelt sich etwas, das Ziel des Bemühens entzieht sich uns, das macht nichts, wir folgen dem Spiel. Auch Holzer, Hauser, Siewert folgen sicher und überzeugt ihrer Partitur und plötzlich ist es aus.

String Quartett II

Das Programmheft bietet eine erhellende Nachlese dessen, was hier gespielt wird: Die prozesshafte Auseinandersetzung mit "String Quartett II" des Komponisten Morton Feldman und dem Werk des  Schriftstellers Maurice Blanchot führte in Zusammenarbeit mit Jeroen Peeters zur Erstellung einer Karte, der die Agierenden in der Aufführung folgen. Dies ist eine der seltenen Gelegenheiten: Die Bühnenarbeit hält, unspektakulär, luftig und immer wieder überraschend, das Programmheft bietet dazu ein Unterfutter, das Einblick in Ausgangspunkte und Arbeitsweise gewährt. Text und Performance können nebeneinander stehen und sind einander nicht im Weg, sondern ergänzen das Bild. It is a picture, after all. (Text: Ina Rager; Fotos: Jack Hauser)

itisnotthepicture001
Kurz-Infos:
It Is Not The Picture
Bewertung: @@@@
Kritik zur Aufführung am 13.12.2010 im WUK

Weiterer Termin:
IT IS NOT THE PICTURE / II
23. März 2011 im Essl Museum (Klosterneuburg)


   
 
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