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Leon Dorin, ein Mann von Welt, verirrt sich in ein kleines
Dorf in Österreich. So sehen das zumindest die, mit der Ankunft des Fremden
überforderten, Dorfbewohner. Mit Zweifel und Argwohn und einer großen Portion
Skepsis wird der Neuankömmling begrüßt. Keiner der Bewohner wagt zu denken, dass
der Großstädter in ihrem kleinen Tal verweilen möchte. Bestimmt scheint er auf
der Durchreise zu sein, obwohl er keine Anstalten macht weiterzuziehen. Alsbald
entpuppt sich der Reisende auch noch als Star, als bekannte Persönlichkeit aus
dem Fernsehen. Und er ist hier. Hier in ihrem kleinen Dorf, im kleinen Tal, im
Nirgendwo, wo es doch nichts gibt, außer die Männer und Frauen, die tagein,
tagaus ihrer Arbeit auf dem Feld und in den Wäldern, in den Ställen und auf dem
Hofe nachgehen. Und dann gibt es noch das Haus des Hirtensims, in das der Neue
ziehen würde. Einfach so. Von heut auf morgen. Jetzt war er da. Und nicht genug
des Eindringens in ihre kleine Welt, die doch so einfach, so gut funktionierte,
versprüht Leon Dorin auch noch eine schamlose Glückseligkeit und einen
magischen Hauch, der ihn umgibt.
Eines Tages soll der Magier, als der Leon Dorin mittlerweile
erkannt wurde, eine kleine Zaubershow als Weihnachtsgeschenk für die Kinder des
Dorfes aufführen. Doch scheint er nicht der Richtige dafür zu sein: "Ich weiß,
es ist schwer, es zu erklären, und es ist schwer, es zu verstehen. Ich arbeite
ohne Zauber, ohne Tricks - ich versuche Dinge dem Alltag, dem Blick der
Gewohnheit, dem Selbstverständlichen zu entreißen, und damit ihre wahre
Zauberwelt aufzuzeigen." Von nun an soll der eigentümliche Magier regelmäßig die
Dorfbewohner in einem kleinen Saal versammeln und ihnen Geschichten erzählen,
die die kleinen Wunder des Alltags - für diejenigen mit offenen Ohren, Augen
und Herzen - eröffnen und erleben lassen. Anekdoten über das Leben, das
Schicksal, die Musik, die Liebe, über scheinbar Nebensächliches wie die Wiese
oder Maschinen lässt der Zauberer wahr werden, am eigenen Leib erfahren. So
schärft er den Blick der Bewohner des kleinen Dorfes für Wundersames,
Wunderbares, das sie tagein, tagaus in ihrer Arbeit auf dem Feld und in den
Wäldern, in den Ställen und auf dem Hofe sehen. Leon Dorin verzaubert,
angefangen mit seiner glückseligen Leichtfüßigkeit bei der Ankunft, bis hin zu
seinem magischen Abgang, ein ganzes Dorf - mit Mann, Frau, Kind, Haut und Haar.
Siebzehn Kurzepisoden zur "Bewunderung der Welt" bietet der
österreichische Schriftsteller Folke Tegetthoff, die er selbst erlebt, und
durch seine Figur Leon Dorin sprechen lässt. Siebzehn wunderschöne, poetische
Geschichten, die den Leser selbst in eine fremde Welt entführen und den Blick
vom Alltäglichen abwenden. Folke Tegetthoff ist, wie der Protagonist in seinem
neuen Buch "Die Bewunderung der Welt. Eine Verzauberung", Geschichtenerzähler,
der an Wunder glaubt. Wunder, die dem Alltag entspringen, deren Verständnis
einen ungewöhnlichen Blick auf das Selbstverständliche verlangen. Lässt man
sich auf das Abenteuer ein, so kann man sich, hinauskatapultiert in ferne
Galaxien von magischen Erlebnissen des Gewöhnlichen, wiederfinden. Er schärft den Blick des Lesers für Wundersames,
Wunderbares, das tagein, tagaus in der Arbeit, auf der Straße, zu Hause gesehen
wird. So wie Leon Dorin ein ganzes Dorf verzaubert, verzaubert Folke Tegetthoff
den Leser mit derselben Anmut, derselben Grazie, verpackt in eine wunderbare
Sprache, bei der - wie auch schon das Münchener Buchmagazin feststellte - kein
Wort zufällig gewählt ist. Jeder Satz wird wahrlich zum Erlebnis und bereichert
den Alltag ungemein. (Nathalie Wessely; Foto: Christian Jungwirth)
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Buch-Tipp:
Folke Tegetthoff - Die Bewunderung der Welt. Eine
Verzauberung
Bewertung: @@@@
Verlag: Haymon (2009)
156 Seiten
ISBN-10: 3852185971
ISBN-13: 978-3852185972
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