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"Es ist mir eine große Freude mitzuteilen", so Leo Lukas, "dass
mein bescheidenes Musikvideo 'Sehr geehrter Islam' beim 2008 erstmals
vergebenen Deutschen Blasphemie-Preis 'Der Freche Mario' unter 600, teils sehr
prominenten, Nominierungen den mit tausend Euro dotierten zweiten Platz belegt
hat. Besagtes Video wurde bei youtube übrigens bereits über 40.000 Mal
aufgerufen und wird eben da recht heftig und kontroversiell diskutiert, was ja
der Sinn der Sache ist."
Für die Trennung von Staat und Kirche
Verliehen wird der Blasphemie-Preis vom Bund für
Geistesfreiheit (BfG), einer Weltanschauungsgemeinschaft, die sich an den
Grundsätzen der Aufklärung und des Humanismus orientiert und für eine stete Trennung von Staat und Kirche plädiert. "Daher", so BfG, "stehen
unsere Überzeugungen in Gegensatz zu dogmatischen Religionen und Ideologien,
die sich im Besitz einer absoluten Wahrheit wähnen. Da wir folgerichtig auch
selbst keine Patentrezepte anbieten, respektieren wir Menschen mit religiösen
Überzeugungen, auch wenn wir diese nicht teilen. Jedoch verlangen wir, dass
Nichtglaubenden der gleiche Respekt auf der Grundlage von weltanschaulicher
Gleichwertigkeit und Toleranz entgegengebracht wird."
Der freche Mario
Für den Blasphemie-Preis "Der freche Mario" werden
alle zwei Jahre Kunstwerke "in völlig freier Form" gesucht, die humorvoll und intelligent
übernatürliche (= meist religiöse) Vorstellungen auf die Schippe nehmen und so
geeignet sind, deren Alleinvertretungsanspruch zu unterminieren und somit die
Freiheit von Gesellschaft und Kunst zu fördern; Im Gegensatz zur
Grundsatzideologie wie es in der Bibel geschrieben steht: "Du sollst neben mir
keine anderen Götter haben." (Exodus 20/3), bzw., "denn ich, der Herr, dein Gott, bin
ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld
der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation." (Exodus 20/5). Amen.
Die Preisträger von 2008
1. Preisträger
Salvatore Pertutti
2. Preisträger
Leo Lukas + Team
3. Preisträger (gesplittet)
Til Mette
Dieter Wessinger
Ehrenpreis der Jury
Della Croce (Gerd Hedler)
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